Kräuter Beschreibungen

20.01.2014 11:15
 

 

Ackersenf

 

Der Ackersenf ist eine wild wachsende Form der Senfpflanze und gilt an seinen bevorzugten Wuchsstellen, den Äckern, als lästiges Unkraut. Durch seine rauen Haare unterscheidet er sich von anderen gelb blühenden Pflanzen, die senfähnlich sind.

 

Die Samen des Ackersenfs kann man ähnlich benutzen wie echte Senfsamen, beispielsweise als Gewürz.

 

Aus den zerstampften Samen kann man Breiumschläge machen, die die Haut reizen und die Durchblutung fördern. Um die Hautreizung in Grenzen zu halten, sollte man vor dem Auftragen der Senfmasse unbedingt eine fetthaltige Salbe auftragen.

 

 

Ampfer-Knöterich

 

Der Ampfer-Knöterich wird auf den Äckern, an Wegrändern und Flussufern meistens übersehen, weil er nicht sehr spektakulär aussieht.

 

Nur wenn er zu den Ampfer-Knöterichen gehört, deren Blätter in der Mitte braune Flecken tragen, fällt er dem aufmerksamen Auge auf.

 

Dort wo er wächst, gilt der Ampfer-Knöterich als lästiges Unkraut.

 

Man kann ihn aber auch als Heilpflanze einsetzen und sogar als Wildgemüse essen.

 

Bachbunge

 

Die Bachbunge ist ein Mitglied der Ehrenpreis-Familie (Gattung) und wächst bevorzugt in Wassernähe.

 

Die mehrjährige Pflanze wird bis zu sechzig Zentimeter hoch. Oft wächst die Bachbunge halb untergetaucht und bietet so einen geschützten Platz zur Fortpflanzung mehrer Tierarten.

 

Die Blätter der Bachbunge kann man als Wildsalat essen.

 

So fördert sie die Verdauung und vertreibt Frühjahrsmüdigkeit.

 

 

Bärlauch

 

Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die stark nach Knoblauch duften. Dort wächst der Bärlauch, manchmal in grossen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus.

 

Ein Kräuterquark mit reichlich Bärlauch gehört zu den leckersten Frühjahrserlebnissen und ist obendrein noch sehr gesund.

 

Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch das reinste Labsal gegen Zivilisationskrankheiten

 

Balsamine

 

Die Balsamine ist eine beliebte Garten-Zierpflanze.

 

Ihre hübschen Blüten kann man sogar essen und damit den Salat verzieren.

 

Dass die Balsamine auch Heilwirkungen hat, ist jedoch kaum bekannt.

 

Sie wirkt abführend und kann dadurch Verstopfung beheben.

 

Beinwell

 

 

Der Beinwell hat seinen Namen von den Beinen, denen er gut (well) tun, bzw. deren Knochen er zusammenwallen soll.

Rauh und spitz steht er gern an eher feuchten Plätzen und versucht seine violetten Blüten zu verstecken.

 

Oft schon habe ich eine Salbe aus seinen Wurzeln gekocht, die bei vielen Verletzungen hilfreiche Dienste leistet.

 

Blasentang

 

Der Blasentang ist eine Braunalge aus den Meeren der nördlichen, gemässigten Breiten. Er kommt dort häufig vor.

 

Bei Sturm werden manchmal ganze Teppiche mit Blasentang ans Ufer geschwemmt.

 

Traditionell wird der Blasentang als Mittel gegen starkes Übergewicht und Stoffwechselunterfunktionen angewendet.

 

Doch heute ist man von der medizinischen Nutzung des Blasentangs weitgehend abgekommen.

 

Brennessel

 

Die scharfe Brennnessel kennt wohl fast jeder, und es gibt kaum einen Menschen, der nicht früher oder später die Bekanntschaft mit ihren brennenden Eigenschaften macht.

 

Daher wird sie auch gerne gemieden, obwohl sie als wichtige Heilpflanze eigentlich einen Ehrenplatz in jedem Garten haben sollte.

 

Diesen Ehrenplatz holt sie sich aber meistens schon selber, weil sie sehr ausdauernd und anspruchslos ist und fast überall wächst, wo man sie wachsen lässt.

 

Brunnenkresse

 

Die Brunnenkresse wächst in und an Bächen und Seen. Sie gedeiht nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern fast rund ums Jahr, was sie auch im zeitigen Frühling und Spätherbst zu einem wichtigen Vitaminspender macht.

 

Mit ihren fleischigen, rundlichen Blättern sieht sie schon sehr saftig aus, was auch auf ihre Eigenschaft als Salatpflanze hindeutet.

 

So sind Wildsalate und Kräuterquark denn auch der Haupteinsatzzweck der Brunnenkresse. In dieser Form kann sie Frühjahrsmüdigkeit lindern und Vitaminmangel beheben.

 

Ehrenpreis

 

Der Ehrenpreis sieht aus wie ein harmloses kleines Unkraut, doch mit seinen leuchtend blauen Blüten verlockt er zu einem zweiten Blick, wenn man ihm beim Spaziergang in lichten Wäldern begegnet.

 

Dieser zweite Blick lohnt, denn beim Ehrenpreis handelt es sich um eine sehr vielseitige Heilpflanze.

 

Schon im Mittelalter stand er im hohen Ansehen, was man auch an Namen wie "Allerweltsheil" erkennen kann. Sogar eine Heilwirkung gegen Pest und Aussatz wurde ihm nachgesagt, aber heutzutage sind wir schon froh, dass er juckende Hautprobleme lindert und den Stoffwechsel anregt und uns somit im Kampf gegen das Übergewicht unterstützt.

 

Einjähriges Berufkraut

 

Das einjährige Berufkraut ist in Europa ein relativ häufiges "Unkraut", das das Auge mit zahlreichen weiss-gelben Blüten erfreut, die an Gänseblümchen erinnern, mit dem Unterschied, dass das einjährige Berufkraut einen guten Meter hoch wird.

 

Ursprünglich kam es als Zierpflanze aus Nordamerika und hat sich aus den europäischen Gärten davongestohlen und auch in der freien Natur breit gemacht. Als Zierpflanze ist es inzwischen fast verschwunden, doch wildwachsend ist es längst heimisch geworden.

 

Als Heilpflanze ist das einjährige Berufkraut kaum bekannt, wohl weil man Zierpflanzen kaum Heilkräfte zutraut.

 

Wenn man aber genauer nachforscht, entdeckt man durchaus Heilwirkungen beim einjährigen Berufkraut. Seine Hauptfähigkeiten liegen in der Linderung von Erkältungskrankheiten.

 

Früher wurde das einjährige Berufkraut auch als Zauberpflanze zum Schutz kleiner Kinder eingesetzt.

 

Gänsefingerkraut

 

Wo das Gänsefingerkraut wächst, wuchert es meistens über eine recht grosse Fläche, weil es sich mit seinen Ausläufern sehr gut verbreiten kann.

 

Das Gänsefingerkraut liebt gutgedüngte verdichtete Böden, weshalb es häufig an Wegrändern von Acker- und Weidenflächen anzutreffen ist.

 

In der Heilkunde wird es vorwiegend gegen Krämpfe aller Art eingesetzt und zwar besonders gern in Milch abgekocht.

 

Ausserdem kann man die Blätter und Wurzeln des Gänsefingerkrautes als Wildgemüse kochen.

Giersch

 

Den meisten Gartenbesitzern gilt der Giersch, auch Dreiblatt genannt, als lästiges Unkraut, das so hartnäckig ist, dass man es nie wieder los wird. Dabei war Giersch früher in der Volksheilkunde sehr geschätzt um Gicht und Rheuma zu behandeln.

 

Man kann den Giersch jedoch als Wildgemüse essen und dann ist man mitunter froh, soviel von ihm zu haben.

 

Ausserdem hat der Giersch Heilkräfte und kann die Harnorgane und den Stoffwechsel fördern.

 

 

 

Kanadisches Berufkraut

 

Das Kanadische Berufkraut ist eine ein Meter hohe Pflanze, die ursprünglich aus Kanada und dem Norden der USA kommt. In Europa ist es in milden Gegenden inzwischen sehr verbreitet.

 

Da die weiss-gelben Blüten des Kanadischen Berufkrautes sehr klein sind, wirkt es unscheinbar trotz seiner Grösse und wird meistens übersehen oder als Unkraut betrachtet.

 

Als Heilpflanze kann man es gegen Durchfall, zur Blutstillung und in der Frauenheilkunde einsetzen.

 

 

Knoblauchsrauke

 

Die Knoblauchsrauke ist eine verbreitete Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler.

 

Sie fällt auf durch ihr Knoblauchsaroma. Dadurch ist sie ein Wildgemüse, das auch nach dem zeitigen Frühjahr, wenn die Bärlauch-Saison vorbei ist, noch mit diesem würzigen Geschmack verwöhnen kann.

 

Ausserdem hat die Knoblauchsrauke einige Heilwirkungen sowohl für die Atmungsorgane als auch gegen Wunden.

 

Löwenzahn

 

Schon kleine Kinder kennen den Löwenzahn und freuen sich an den lustigen Pusteblumen, mit denen sie ihn immer weiter verbreiten.

 

Auf fast jeder Wiese steht er, und nur wenige wissen, daß er eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze ist. In meinem Garten darf er sich an einigen Stellen frei entfalten, weil ich ihn für schön und wichtig halte.

 

Portulak

 

Portulak ist ein wucherndes Garten-Unkraut, das man als Salat essen kann. Daher wird der Portulak auch manchmal gezielt angebaut.

 

Der Portulak hat ausserdem Heilwirkungen.

 

Er kann Kopfschmerzen lindern und hilft bei anderen Nervenproblemen.

 

Durch seinen Vitamin-C-Gehalt wirkt er auch gegen Skorbut und vitaminmangel-bedingte Zahnfleischentzündungen.

 

 

 

Scharbockskraut

 

Das Scharbockskraut ist im zeitigen Frühjahr oft die erste Grünpflanze, die in grossen Massen in lichten Wäldern auftritt. Die Blätter des Scharbockskrautes bilden manchmal ganze Teppiche, dort wo sie wachsen.

 

Nach den glänzenden Blättern erscheinen leuchtend gelbe Blüten, die dem Blätterteppich zwar ein fröhliches Leuchten hinzufügen, aber auch anzeigen, dass die Scharbockskraut-Blätter von nun an leicht giftig sind.

 

Vorher kann man die Blätter des Scharbockskrautes gegen Frühjahrsmüdigkeit in Salaten essen.

 

Taubnessel

 

Die Taubnessel ähnelt stark ihrer aggressiven "Schwester" Brennessel. Sobald man jedoch ihre weißen Blüten erkennt, ist der Irrtum geklärt. Sie wächst üppig vor allem an Wiesenrändern, Gartenzäunen und Hecken.

 

Ihr Haupteinsatzgebiet ist die Frauenheilkunde und hierbei der Weissfluss, der manche Frauen plagt.

 

In einem solchen Fall sollte frau jedoch vorher vom Arzt abklären lassen, ob es sich nicht um eine Erkrankung wie Trichimonaden oder Pilze handelt.

 

Vogelmiere

 

Die meisten Gartenbesitzer kennen die Vogelmiere mit ihren kleinen Sternblüten als lästiges Unkraut, dabei ist sie nicht nur ein Wildgemüse, das sie selbst anbaut, sondern auch ein wertvoller Schutz und Mulchersatz für den nackten Boden.

 

Fast das ganze Jahr über kann man die Vogelmiere ernten, um daraus Salate, Suppen und Kräuterquark zu bereiten. Diese Speisen regen den Stoffwechsel und die Verdauung an.

 

Auch gegen allerlei Hautprobleme hilft die Vogelmiere. Sogar Schuppenflechte und juckende Ekzeme kann sie lindern.

 

Weisser Gänsefuss

 

Der weisse Gänsefuss macht sich überall breit, wo die Erde umgegraben und sich selbst überlassen wurde. Somit ist er eine typische sogenannte "Ruderalpflanze".

 

Kaum jemand weiss etwas anzufangen mit dieser oft stattlichen Pflanze. Dabei wurde er früher sogar als Gemüse angebaut.

 

Der weisse Gänsefuss ist ein vielseitiges Wildgemüse und kann auch als Heilpflanze genutzt werden.

 

Wiesen-Bärenklau

 

Der Wiesenbärenklau wächst häufig auf Wiesen und fällt dort durch seinen kräftigen Wuchs auf.

 

Er erinnert entfernt an Angelika, ist aber deutlich kleiner.

 

Empfindliche Menschen können nach Berührung der Blätter oder Früchte Ausschläge bekommen, die sogenannte Wiesendermatitis.

 

Die jungen Blätter und Triebe können jedoch als Wildgemüse gegessen werden.

 

In der Volksheilkunde wird das oberirdische Kraut und der Wurzelstock verwendet.

 

Wilder Yams

 

In vielen südlichen Ländern stellt die Yamswurzel dank ihrer Nährkraft ein wichtiges Nahrungsmittel dar, ähnlich wie bei uns Kartoffeln oder Brot.

 

Die Wurzel der Yamspflanze enthält jedoch auch pflanzliche Hormone (Phytohormone), die eine Linderung von Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden bewirken. Auch für allerlei andere gesundheitliche Probleme ist Yams hilfreich

 

Brombeere

 

Brombeeren wachsen an stacheligen Sträuchern, die häufig an Waldrändern und Lichtungen anzutreffen sind. Auch in Gärten werden die Brombeeren gerne angebaut, denn die Früchte schmecken sehr lecker.

 

Die Früchte reifen im August und sind dann schwarz.

 

Doch nicht nur die Früchte der Brombeeren sind wertvoll. Aus den Blättern kann man einen heilkräftigen Tee zubereiten, der vor allem gegen Durchfall verwendet werden kann. Brombeerblätter-Tee eignet sich auch als Haustee.

 

 

 

Eberesche

 

Die meisten Menschen denken, dass die Eberesche giftig ist. Das ist ein Vorteil für diejenigen, die es besser wissen, denn dadurch kann man reichlich Ebereschen-Früchte sammeln, um daraus Marmelade oder Gelee zu kochen.

 

Dass die Eberesche, auch Vogelbeere genannt, sogar Heilwirkungen hat, ist jedoch nicht mal allen Eingeweihten bekannt. Dabei ist sie vor allem für das Verdauungssystem sehr hilfreich und auch bei Lungenproblemen kann die Eberesche helfen

 

Hagebutte

 

Die Hagebutte entsteht aus den zarten weißen Blüten der Wildrose.

 

Die Schalen dieser Hagebutte werden getrocknet als Tee verwendet und haben nicht nur Heilwirkung, sondern werden auch gerne als gesundes Getränk getrunken.

 

Außer als Tee kann die Hagebutten auch als leckere Marmelade oder Mus geniessen.

 

Die Hauptwirkung der Hagebutte beruht auf ihrem Vitamin C-Gehalt.

 

Merke: 100 g frische Hagebutten enthalten 400-5.000 mg Vitamin C

 

Heidelbeere

 

Blaubeere Wenn man im Sommer im Wald spazierengeht, hat man vielleicht das Glück auf grössere Ansammlungen von Heidelberen zu stossen.

 

Mit diesen Beeren kann man sich äusserst lecker den Bauch vollschlagen (Achtung! Erst waschen, wegen möglicher Fuchsbandwurm-Eier.). Man kann sie jedoch auch trocknen und als wirksames Mittel bei Durchfällen einsetzen. Auch für Haut- und Schleimhäute leisten die Heidelbeeren gute Dienste.

 

Als Heilpflanze wurde die Heidelbeere zuerst von Hildegard von Bingen erwähnt.

 

Holunder

 

 

 

 

Holunder-Blüte Der Holunderbusch wächst besonders gerne in der Nähe von Behausungen, daher ist es meistens recht einfach, ihn zu finden. Von Mai bis Ende Juni entfaltet er seine weissen Blüten-Dolden, die weithin duften.

 

Als Tee werden seine Blüten gerne für Schwitzkuren bei Fieber und Erkältung eingesetzt.

 

Die schwarzen Holunderbeeren sind sehr Vitamin C haltig und können als Saft, Mus oder Marmelade eingenommen werden.

 

Im Volksglauben hausen die guten Hausgeister in Holunder-Bäumen, daher überlegt sich der abergläubische Landbewohner ganz genau, ob er einen Holunder fällen soll oder nicht.

 

Da der Holunder innerhalb weniger Jahre sehr gross werden kann (bis zu 7 m Höhe und sehr breit), nimmt er im Garten oft sehr viel Platz ein, darum kommt man um das Fällen eines Holunders manchmal kaum herum, vor allem wenn mehrere Holunder im Garten wachsen.

 

Huflattich

 

 

 

 

 Der Huflattich ist so genügsam, dass er sogar auf reiner Braunkohle wächst. Im zeitigen Frühjahr gehört er zu den ersten Pflanzen, die ihre Blüten entfalten. Oft werden die gelben Huflattichblüten mit Löwenzahn verwechselt, doch beim genaueren Hinschauen erkennt man erhebliche Unterschiede, denn die Huflattichblüte wächst nicht nur auf einem geschuppten Stengel, sondern die Pflanze hat auch gar keine Blätter in der Blütezeit.

 

Die hufeisenförmigen, weichen Blätter erscheinen erst, wenn die Blüten längst verschwunden sind. Sie riechen mild balsamisch und sind auf der Unterseit grau verfilzt.

 

Der bevorzugte Einsatzzweck des Huflattichs in der Naturheilkunde sind Erkrankungen des Atmungsorgane vom einfachen Husten bis hin zum Asthma.

 

Aber auch gegen Hautprobleme hat der Huflattich viel zu bieten, denn er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und blutstillend.

 

 

 

 

 

Mispel

 

Die Mispel ist ein mittelkleiner Baum, der schon von den Römern nach Mitteleuropa und in die Klöstergärten gebracht wurde.

 

Die Früchte sind unbehandelt nicht gerade wohlschmeckend, aber wenn man bis nach dem Frost mit der Ernte wartet, die Früchte einige Wochen lagern lässt und sie dann zu Marmelade verkocht oder Getränke damit zubereitet, entfaltet die Mispel ihre wahren Fähigkeiten.

 

Der Genuss der Mispel fördert die Verdauung und lindert Entzündungen des Darms. Auch Arteriosklerose kann mit Mispelfrüchten behandelt werden.

Preiselbeere

 

Die herben Preiselbeeren kennt fast jeder als würzig-süsse Beigabe zu Wildfleisch oder gebackenem Camembert. Roh mag kaum jemand die Preiselbeere essen, weil sie leicht bitter und zusammenziehend schmeckt.

 

Diese herben Eigenschaften sind es jedoch, die die roten Beeren und auch die Blätter des kleinen Strauches zu einer wertvollen Heilpflanze machen.

 

Die Preiselbeerpflanze hilft, ähnlich wie die pflanzliche Schwester die Bärentraube vor allem gegen Blasenentzündungen und andere Erkrankungen des Harnapparates.

 

Schlehdorn

 

Beim Spaziergang am Waldrand trifft man häufig auf Schlehdorn-Sträucher. Im Frühling sind sie über und über mit Blüten bedeckt, sodass man sie leicht mit dem Weissdorn verwechseln kann.

 

Die Früchte der Schlehe jedoch erinnern mit ihrer Farbe an winzige Pflaumen, schmecken vor dem Frost aber sehr herb und zusammenziehend.

 

Vor allem bei Verdauungsproblemen hilft die Schlehe, wobei man sowohl die Blüten als auch die Früchte verwenden kann.

 

Schlüsselblume

 

Die Schlüsselblume ist der Inbegriff der Frühjahrsblüher, doch in den letzten Jahrzehnten ist sie sehr selten geworden.

 

Daher steht sie auch unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Man kann sich ihrer aber erfreuen, wenn man auf sie trifft und im Garten kann man sie anbauen und darf sie dann auch ernten.

 

Da die Schlüsselblume entkrampfend und schleimlösend wirkt, ist sie als Hustentee sehr geeignet. Sie wirkt vor allem gut, wenn der Schleim festsitzt. Besonders gerne wird sie zur Linderung eines Altershustens verwendet, wenn das schwächer werdende Herz dazu führt, dass sich die Flüssigkeit in der Lunge staut. In diesen Fällen erleichert sie das Abhusten der Flüssigkeit und dadurch entlastet sie auch den Kreislauf.

 

Ausser gegen Husten verwendet die Volksheilunde die Schlüsselblume auch gegen Nervosität und Neuralgien. Selbst Migräne soll gelindert werden.

 

Walderdbeere

 

Heilwirkung:

Blasen- und Nierengriess, Durchfall

 

Edelkastanie

 

Als Maroni kennen wir den dickeren Bruder der heimischen Edelkastanie von Weihnachtsmärkten als nahrhafte Leckerei.

 

Die mitteleuropäischen Edelkastanien sind etwas kleiner als die Maronis, ansonsten aber sehr ähnlich. Weil man sie essen kann, werden sie auch häufig Esskastanie genannt.

 

Im Herbst macht es viel Freude aus den enorm stacheligen Früchten die wohlschmeckenden Samen zu pulen. Mancherots ist der ganze Boden mit Kastanienfrüchten übersät, aber meistens nicht lange, weil viele Kastanienfreunde scharf auf die Früchte sind.

 

Am besten schmecken Edel-Kastanien gekocht oder geröstet, man kann sie zur Not aber sogar auch roh essen, dann schmecken sie aber etwas zusammenziehend.

 

Ihrer zusammenziehenden Eigenschaft verdanken die Edelkastanien auch ihre Heilkräfte gegen Durchfall.

 

Die Volksmedizin verwendet sie auch gegen Husten und Rheuma.

 

Insgesamt wird die Edelkastanie jedoch nur wenig in der Heilkunde eingesetzt.

 

Als Bachblüte ist die Edelkastanie unter dem Namen Sweet-Chestnut beliebt.

Eiche

 

Die Eiche gilt in Deutschland als der König der Bäume, was auch durch das langlebige, stabile Holz gerechtfertigt ist.

 

Die Eicheln, die im Herbst heranreifen, schmecken zwar bitter, aber durch ausgiebiges Wässern kann man die Bitterstoffe entfernen und die getrockneten Früchte zu Mehl verarbeiten, was so manche Hungersnot gelindert hat. Auch als Kaffeeersatz eignen sich die Eicheln, wenn man sie röstet und mahlt.

 

Die Rinde der Eiche wirkt stark zusammenziehend, was sie zu einem wertvollen Heilmittel bei Blutungen und Entzündungen macht. Sie wird vor allem äusserlich als Bad oder Umschlag angewendet.

 

Die Blüte der Eiche wird als Bachblüte Oak eingesetzt.